LINKS / REFERENZEN

Foto: Wikimedia / Diliff / CC BY 2.5

López-Otín, C., Blasco, M. A., Partridge, L., Serrano, M., & Kroemer, G. (2013). The Hallmarks of Aging Europe PMC Funders Group. Cell June, 6(1536), 1194–121705. http://www.cell.com/abstract/S0092-8674(13)00645-4

In diesem Bericht, der 2013 in Cell erschienen ist, werden Ansätze zusammengefasst, wie man die schädlichen Veränderungen, die im Laufe der Zeit im Körper entstehen, angehen kann, mit dem Ziel, die Gesundheit im Alter zu verbessern. Es wurden neun Kategorien solcher schädlichen Veränderungen identifiziert, und jede wird separat besprochen.

 

Baker, D. J., Childs, B. G., Durik, M., Wijers, M. E., Sieben, C. J., Zhong, J., … Van Deursen, J. M. (2016). Naturally occurring p16 Ink4a -positive cells shorten healthy lifespan. Nature, 530(7589), 1–5. http://www.nature.com/nature/journal/v530/n7589/full/nature16932.html

Naylor, R. M., Baker, D. J., & van Deursen, J. M. (2013). Senescent cells: a novel therapeutic target for aging and age-related diseases. Clinical Pharmacology and Therapeutics, 93(1), 105–16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4051295/

Diese Berichte befassen sich mit dem Entfernen seneszenter Zellen. Dies sind Zellen, die so weit gealtert sind, dass sie ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Bei Mäusen verbessert sich der Gesundheitszustand im Alter stark, wenn man seneszente Zellen aus dem Körper entfernt. Mehrere Unternehmen wollen jetzt aus dieser Erkenntnis Medizin entwickeln, die seneszente Zellen in Menschen entfernt. Eines dieser Unternehmen ist Unity, das für diese Entwicklung 116 Millionen Dollar von Investoren erhielt. Einer von ihnen ist der Amazon Gründer Jeff Bezos. In weniger als zwei Jahren sollen bereits die klinischen Studien beginnen.   

 

Max Planck Institut für Biologie des Alterns
https://www.age.mpg.de

 

Das Exzellenzcluster CECAD
http://cecad.uni-koeln.de/Home.393.0.html?&L=1

Das Exzellenzcluster CECAD ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund im Raum Köln-Bonn, der sich mit der Erforschung der Ursachen des Alterungsprozesses und alterungsassoziierter Erkrankungen beschäftigt.

“Die Vision von CECAD ist, daraus neue klinische Therapien für das gesamte Spektrum alternsassoziierter Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Schlaganfall, Nierenversagen oder neurodegenerative Störungen abzuleiten.”

CECAD Imagefilm
https://www.youtube.com/watch?v=WgK9ZQJ0vZY

 

Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
http://www.leibniz-fli.de/de/

“Seit 2004 ist es unser Anliegen, die molekularen Mechanismen zu verstehen, die dem menschlichen Alterungsprozess zugrunde liegen und zu altersbedingten Krankheiten führen. Die Forschung am FLI wird die Wissensbasis für die Entwicklung von Therapien legen, die zu einem gesunden Alterungsprozess der Menschen und der Vermeidung altersbedingter Krankheiten beitragen.”

 

Parlamentarischer Abend der Leibniz-Gemeinschaft: Gesundheit im demografischen Wandel – Podiumsdiskussion https://www.youtube.com/watch?v=q6ch2TxtxLs&t=2621s

In dieser Podiumsdiskussion geht es u.a. um Prävention durch gesunde Lebensweise. Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph, der Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung, merkt aber auch an (in dem Video ab ca. der Zeit 23:20), dass man durch eine gesunde Lebensweise Alterskrankheiten nur hinauszögert. Der Körper häuft durch eine gesunde Lebensweise langsamer Schädigungen an, aber er häuft sie dennoch an. Und er glaube, dass man dann trotzdem an den Punkt kommt, an dem altersassoziierte Erkrankungen entstehen. Da dürfe man jetzt nicht den Trugschluss machen, dass wir nur Präventionsmaßnahmen durchführen müssten.  

Weiter sagt er ab ca. Minute 32 in dem Video, dass die Grundlagenforschung für den Bereich Altersmedizin extrem wichtig sei, weil wir für die meisten Erkrankungen im Alter keine wirklich guten kausalen Therapien hätten, sondern nur kompensatorische Maßnahmen zum Einsatz kämen. Der Bauch der Bevölkerungspyramide, der heute zwischen 30 und 45 ist, sei in 30 Jahren alt – so viel Zeit hätten wir noch, zu verstehen, was eigentlich die molekularen Ursachen seien, und wenn uns das gelingen würde, dann könnten wir darauf basierend Medikamente entwickeln, um krankmachende Prozesse im Alter therapeutisch anzugehen.

Auch sehe er einen wichtigen essentiellen Anteil der Altersforschung, das Problem des demographischen Wandels in den Griff zu bekommen, und zwar durch die Schaffung der Möglichkeit, neue Therapien zu entwickeln, die alte Menschen gesünder halten würden.

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung – “Altern ist ein evolutionärer Unfall”
https://www.bmbf.de/de/altern-ist-ein-evolutionaerer-unfall-3164.html

Karl Lenhard Rudolph: “Den Jungbrunnen werden wir sicherlich nicht finden. Uns geht es vielmehr darum, die Gesundheit im Alter möglichst lange zu erhalten. Und dieses Ziel ist durchaus realistisch. Hierfür müssen wir die Mechanismen entschlüsseln und verstehen, die im Alter zu Fehlfunktionen und damit zu einem erhöhten Krankheitsrisiko führen. Wenn wir das schaffen, können wir neuartige Therapien entwickeln, die zu einer Verbesserung der Gesundheit und damit der Lebensqualität im Alter beitragen.”

Bundesministerium für Bildung und Forschung – Regenerative Medizin
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4890.php

“Innerhalb der Biomedizin gehört die Regenerative Medizin zu den Gebieten mit der stärksten Forschungsdynamik. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe oder Organe. Dies geschieht entweder durch Anregung der körpereigenen Regenerations- und Reparaturprozesse oder aber durch biologischen Ersatz in Form von lebenden Zellen oder eigens im Labor gezüchteten Geweben.”

Bundesministerium für Bildung und Forschung – Broschüre “Regenerative Medizin”
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/_media/BMBF_RegenerativeMedizin_2012_bfr.pdf

“Die Regenerative Medizin nutzt die Selbstheilungskräfte des Körpers, um Erkrankungen und Verletzungen zu therapieren.”
“Besonders großes Potenzial hat die Regenerative Medizin in Industrieländern wie Deutschland, in denen die Zahl altersbedingter Erkrankungen mit dem demographischen Wandel der Gesellschaft zunimmt und weiter wachsen wird.”

Bundesministerium für Bildung und Forschung – Gesundheitsforschung
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/gesundheitsforschung.php

“Das BMBF fördert die Gesundheitsforschung im Zeitraum von 2011 bis 2014 mit rund 5,5 Milliarden Euro.”

Also 5,5 Mrd. Euro im gesamten Zeitraum, nicht pro Jahr. 2016 hat der Bund für Forschung und Entwicklung im gesamten Bereich Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft 2,2289 Mrd. Euro ausgegeben (davon nur ein kleiner Teil für Forschung gegen Alterskrankheiten) (http://www.datenportal.bmbf.de/portal/de/bildung_und_forschung_in_zahlen_2016.pdf).

Die Partei für Gesundheitsforschung möchte ca. 3 Mrd. Euro (also 1%) des Bundeshaushalts zusätzlich in die Forschung gegen Alterskrankheiten leiten.